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Von Murrhardt zum Schaukräutergarten im Wacholderhof

Adresse:



71540 Murrhardt
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Kontakt-Adresse:

Beschreibung:

Vom Bahnhof Murrhardt durch das Trauzenbachtal zum Wacholderhof und auf dem Limesweg zurück über Steinberg und Siegelsberg

Reine Gehzeit:
bis zum Wacholderhof 1,5 – über Steinberg nach Murrhardt rund 2 Stunden.

Schwierigkeitsgrad:
Durchs Trauzenbachtal meist ebene und bequeme Wege und Pfade (nicht für Kinderwagen), nach der Hördter Mühle steile Anstiege auf Waldwegen bis zum Wacholderhof, ab dort bis Steinberg Asphaltstraßen mit deutlichen Höhenunterschieden, von Steinberg bis Siegelsberg unbefestigte Waldwege mit zum Teil steilen Abstiegen.

Die Wanderung beginnt auf der Nordseite des Bahnhofs. Am Ausgang der Unterführung findet man einen Wegweiser des Schwäbischen Albvereins in Richtung Hördter Mühle, Trauzenbach, und Grab mit der Markierung Blaues Kreuz auf weißem Grund.
Diesem Weg folgt man auf der Fichtestraße zwischen dem Werksgelände der NIL-Armaturen und dem Parkplatz des Betriebs. Man betritt die Erich-Schumm-Straße und wechselt hier am besten gleich auf den linken Gehweg. Vor der nächsten Kurve führt der Gehweg etwas weg von der Straße, vorbei an einem Kinderspielplatz und auf der Justinus-Kerner-Straße bis zur Sporthalle.
Unmittelbar vor der Sporthalle biegt man für wenige Meter rechts ab bis zum Gehweg entlang der Straße, passiert die Sporthalle und biegt auf der Höhe des Gymnasiums halb links ab in Richtung Stadion.

Hier befindet man sich im Bereich des „Gewann Steinmäuerle“. Der Name deutet darauf hin, daß es hier Reste eines römischen Gebäudes, vielleicht eines römischen Gutshofes, gibt.

Nach wenigen Metern führt der markierte Weg links hoch zu den Parkplätzen.
(Hier hat man nun die Möglichkeit zu einer Variante, die kürzer und einfacher ist: man bleibt auf der Rudi-Gehring-Straße, passiert Freibad und Stadion und erreicht auf ebenem Weg kurz nach dem Waldrand das Fratzenbrünnele, wo der markierte Weg wieder dazu kommt).
Der markierte Weg ist etwas weiter, hat einige kleine Steigungen und Gefälle, ist aber deutlich schöner. Man erreicht gleich nach den Parkplätzen den Anfang des Trimmpfades mit einer Informationstafel. Der Weg steigt hier leicht an und wird dann ebener. An der nächsten Gabelung (Gewann Hofbergle) wählt man den unteren Weg, vorbei an einer Schutzhütte des Trimmpfades. Rechts unten im Trauzenbachtal sieht man das Sportgelände und die Zielscheiben der Bogenschützen. Der Weg führt nun immer in der Nähe des Waldrandes, vorbei an einer weiteren Hütte bis zum Fratzenbrünnele mit seinem kleinen Teich und dem überdachten Rastplatz.

Der Name „Fratzenbrünnele“ kommt von einer alten Volkssage: Gute, wichtige Quellen wollte man durch Bildstöcke mit häßlichen, abstoßenden Gesichtern vor bösen Geistern und schlechten Einflüssen schützen. Neben der Löwenfratze zeigt die Brunnensäule noch Inschriften und Reste von Engelsköpfen. Sie stammt wohl vom alten Klosterbrunnen.

Der Wanderweg führt nun auf dem breiten Fahrweg oberhalb des Brunnens talaufwärts. Bei Abzweigungen bleibt man vorerst immer unten in der Nähe des Trauzenbaches. Kurz nachdem der Weg anfängt zu steigen, muß man aufpassen: Der Wanderweg führt hier rechts ab auf einen schmalen Pfad. Die Abzweigung ist auch mit einem Wegweiser zum Wacholderhof markiert. Dieser Pfad führt nun hinein in eine kleine Schlucht, an ihrem Steilhang entlang, auf einer Bohlenbrücke über den Bach und auf der anderen Talseite hinauf zu einem befestigten Forstweg.
Diesem folgt man nach links bis zu eine starken Linkskurve. Auf dem Scheitelpunkt der Kurve biegt man rechts ab und bleibt wieder in der Nähe des Baches.

Schon nach wenigen Metern sieht man links am Weg verwitternde Sandsteinfelsen. Es handelt sich um Stubensandstein, der im Naturpark sehr häufig vorkommt. Früher wurde dieser Stein in Sandmühlen zermahlen und der feine Sand als Streusand auf den Holzdielen der Stuben oder als Scheuersand verwendet.

Nach einer kleinen Lichtung steht rechts am Weg ein aufgerichteter Steinbrocken als Wegmarke.

Der Trauzenbach fällt immer wieder über kleine Stufen. Man kann gut erkennen, daß es sich um härtere Gesteinsschichten handelt (Kieselsandstein), die hier den Untergrund durchziehen.

Bald schon kommt man zur Hördter Mühle, vor der man nach links über einen Steg geführt wird. Nach der Mühle geht es links steil bergauf auf gutem Fahrweg.

Die Hördter Mühle war eine Mahlmühle, zu der die Bauern aus den umliegenden Orten ihr Getreide auf Fuhrwerken brachten. Bereits nach dem 1. Weltkrieg wurde der Mahlbetrieb eingestellt aber bis etwa 1980 war die Mühle noch bewohnt, war dann aber nach dem Tod des letzten Müllers Hermann und seiner Schwester Berta dem Verfall preisgegeben bis sie Ende der 90er Jahre umgebaut wurde. Über die Bachläufe gibt es drei schöne, denkmalgeschützten Gewölbebrücken, die vom Steg und vom Fahrweg aus gut zu sehen sind.

Vom letzten Müller kursieren seltsame Gespenstergeschichten bei den älteren Leuten der Umgebung. Er war wohl sehr abergläubisch, erzählte zum Beispiel, seine Kühe gäben keine Milch mehr, wenn die Leute vom Hördthof am Handtuch zögen... Im Buch „Von Erdluitle und vom wilden Heer“, Sagen und Geschichten aus dem Schwäbischen Wald, wird auf Seite 130 und 131 eine dieser Geschichten wiedergegeben. Im Volksmund hatte die Mühle schließlich den Namen „Hexenmühle“

Oberhalb der Mühle kommt man auf eine Wegkreuzung. Dort wird nun der Albvereinsweg nach rechts verlassen. Es geht kurz sanft abwärts und über den Trauzenbach, danach wieder für 250 m leicht aufwärts auf guter Forststraße. In einer Linkskurve zweigt man nach links ab auf einen unbefestigten Waldweg und folgt den Wegweisern zum Wacholderhof. Schon nach wenigen Metern muß man wieder links abbiegen. Bald danach steigt der Weg steil an, wird schließlich ebener und führt zum Waldrand. Dann hat man den kleinen Weiler Wacholderhof direkt vor sich.

Der Kräuter-Schaugarten des Wacholderhof e.V. liegt links am Weg. Von März bis Oktober kann man sich dort über viele Heil- Tee- und Gewürzkräuter und über den biologischen Hausgarten informieren. Außerdem sind dort historische Bienenbeuten zu sehen. Auf Vereinbarung (Tel. 07192-7710) kann man auch eine Führung erhalten. Ein Rastplatz bietet Gelegenheit zu einem Picknick. der Wacholderhof-Verein widmet sich dem biologischen Land- und Gartenbau und hat sich zur Aufgabe gemacht, in Bildungsveranstaltungen wie Seminaren und Schulbauernhoftagen das Wissen über ökologische Zusammenhänge und zukunftsfähige Lebensweisen zu verbreiten.

Vom Wacholderhof aus geht man bergauf, bis man an einer Sitzbank auf die Markierung des Limesweges stößt (Stilisierter Wachtturm und waagrechter roter Balken). Man geht auf dem Asphaltsträßchen weiter bergauf und an der ersten Abzweigung nach rechts abwärts. Nun kann man eigentlich bis Murrhardt der Markierung des Limesweges folgen.
Kurz bevor man das Einzelgehöft „Sommerhaus“ erreicht, kann man am gegenüberliegenden Hang die Reste des Limes erkennen:

Von einem Strommast aus Beton abwärts ist in den Wiesen und Weiden eine geradlinige Böschung deutlich zu sehen. Sie führt direkt auf den Waldrand zu und am Waldrand entlang weiter abwärts. Diese Böschung ist der Rest von Wall und Graben. Im Wald selbst ist auch das Fundament eines Wachtturms nachgewiesen. Sommerhaus und Winterhaus haben ihren Namen von ihrer Lage: Das Sommerhaus liegt auf der besonnten Seite des Katzenbachtales, das Winterhaus auf der Schattenseite, wohin im Winter wochenlang kein Sonnenstrahl fällt.

Der Limesweg führt nun hinunter in das Tal des Katzenbaches und auf der anderen Seite hinauf nach Steinberg.

Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Hirsch im Taubenhof (An der Bushaltestelle rechts). Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag ab 16.45 Uhr, Samstag ab 14.00 Uhr und Sonntag ab 10.30 Uhr. Kalte und warme Vesper. Größeren Gruppen wird Voranmeldung empfohlen. Tel. 07192-5394.

Durch Steinberg folgt man der Limes-Markierung. Um nicht auf der Landstraße gehen zu müssen, kann man beim Taubenhof/ Bushaltestelle links in den Geigersbergweg einbiegen, der parallel zur Straße verläuft, danach auf der Straße am Bärleshof vorbei bis zum Fritzhof gehen. Man biegt dort links von der Straße ab und geht hinunter zum Waldrand. Neben der am weitesten rechts gelegenen von drei Hütten führt der Weg nach rechts hinein in den Wald und dann im weiten Zickzack (erst links, dann rechts) zum Teil steil abwärts. Der unbefestigte Waldweg mündet in einen befestigten Forstweg. Nach rund 50 Metern führt der Limesweg auf steilem und schmalem Pfad rechts den Hang hinauf. So gelangt man zur Ruine eines Wachtturms / Römerschanze. (Wer es bequemer haben will, kann auf dem Forststräßchen bleiben, auf das der Limesweg später wieder zurück führt).

Der Wachtturm Nr. 9/91 wurde Mitte der 60er Jahre von Dr. Rolf Schweizer und Mitarbeitern ausgegraben und konserviert. Er ist heute bis zu einer Höhe von etwa 4 Metern rekonstruiert, wobei Lagenmauerwerk und Fischgrätmuster (opus spicatum) abwechselt.

Nun erreicht der Limesweg die Wiesen und führt hinunter in das schöne kleine Dorf Siegelsberg mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern. (Am Ortsrand, kurz vor der denkmalgeschützen Bogenbrücke über den Dentelbach vereinen sich mehrere markierte Wege: der Limesradweg, der Albvereinsweg mit Markierung roter Punkt auf weißem Grund und der Jakobsweg von Rothenburg nach Rottenburg – gelber Muschelstern auf blauem Grund).

Wenige Schritte nach der Brücke steht links an der Straße ein Limesstein, der den alten römischen Meilensteinen nachempfunden wurde.

Nach dem Dorf führt der Limesweg nach links aufwärts. Unser Rundweg aber bleibt zusammen mit dem Albvereinsweg und dem Jakobsweg im Tal. (Links am Hang steht die Eugen-Nägele-Jugendherberge). Nach dem Gewerbegebiet trifft man beim Gymnasium wieder auf den Dentelbach, der kurz zuvor den Trauzenbach aufgenommen hat. Hier schließt sich die Runde und man kann auf der Siegelsberger Straße, vorbei an der Rümelinsmühle zurück zur Nordseite des Bahnhofs gehen.

Die Rümelinsmühle war einst eine Klostermühle. Das große Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1799. Das Wasser des Dentelbaches treibt noch heute das Mühlrad. Dieses Wasser trieb früher oberhalb der Rümelinsmühle noch eine Schleifmühle und eine Lohmühle. Im „Schleifhäusle“ neben der Siegelsberger Straße wurden einst Äxte, Hacken und anderes Werkzeug geschärft, in der Lohmühle wurde Rinde zermahlen, damit sie mit Wasser zu Gerberlohe für die Murrhardter Gerbereien angesetzt werden konnte. Die Lohmühle direkt neben der Mahlmühle wurde erst in den 1980er Jahren abgebrochen.

Downloads:

GPX: http://karte.wanderwalter.de/np-sfw/201870_Von-Murrhardt-zum-Schaukraeutergarten-im-Wacholderhof.gpx
OVL: http://karte.wanderwalter.de/np-sfw/201870_Von-Murrhardt-zum-Schaukraeutergarten-im-Wacholderhof.ovl
KML: http://karte.wanderwalter.de/np-sfw/201870_Von-Murrhardt-zum-Schaukraeutergarten-im-Wacholderhof.kml