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Mühlenwanderweg

Adresse:

Stadt Welzheim
Kirchplatz 3
73642 Welzheim
Tel:
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Beschreibung:

Anreise mit ÖPV und PKW am Ende der Steckenbeschreibung<i/>

Der Mühlenwanderweg im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald -
Streckenbeschreibung des Hauptwanderwegs

Wir beginnen unsere Wanderung am Wanderparkplatz der Laufenmühle an der L 1080 (P 3), weil dieser nach einem kurzen Fußweg leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Ein Stickweg führt hinunter bis zur Brücke, von wo aus die romantisch an der Wieslauf gelegene Klingenmühle zu sehen ist. Das Gründstück der Mühle kann jedoch nicht betreten werden.
Klingenmühle
Sie wurde 1886 als Mahl- und Sägemühle gebaut und liegt direkt an der Wieslauf. Berühmt wurde sie durch den Art und Dichter Justinus Kerner, der sich während seines Wirkens in Welzheim (1812 - 1815) durch sie zu seinem Gedicht "Der Wanderer in der Sägmühle" inspirieren ließ.

Vom Wanderparkplatz aus geht es auf einem schmalen Pfad durchs romantische Edenbachtal nach Breitenfürst. Dann am Waldrand entlang, vorbei am Ropbachsee, mit kurzem Abstecher zur >i>Haghofer Ölmühle, die jedoch leider nicht zu besichtigen ist.
Haghofer Ölmühle Die öl- und Sägemühle wurde 1833 erbaut. Im Walz- und Pressverfahren wurde aus Raps und Leinsamen Speiseöl hergestellt.

Weiter gehts hinauf zum Birkachhof und wieder hinunter zur Hagmühle.
Hagmühle
Die Hagmühle gehörte wie der nahe Haghof zur Grafschaft Limpurg, Sontheim, Gaildorf. Der Name des Hofes und der Mühle ist auf den Limes zurückzuführen, der im Volksmund als "Hag" (Zaun) bezeichnet wurde und zwischen Haghof und Hagmühle verlief. Die geschlossene Hofanlage mit Fachwerkgebäude besitzt eine vollständige Mahlanlage: 2001 erhielt die Mühle ein neues Wasserrad.

Dort kreuzt der Mühlenwanderweg den Limeswanderweg, an dem die Überreste eines römischen Wachturms zu sehen sind. Der Weg führt durch Wald und Wiesen, überquert bei Rienhard die K 1887 und führt weiter zur Meuschenmühle am Eisenbach.
Meuschenmühle 1271 wurde sie erstmals als \\\\\\\"Nibelgaumühle\\\\\\\" erwähnt, seit ca. 350 Jahren heißt sie Meuschenmühle. Das Fachwerkgebäude besitzt eine vollständig erhaltene Mahlanlage mit Mahlsteinen und einem 7 m hohen Wasserrad, dem größten der Mühlen im Schwäbischen Wald.

Wieter geht es ein Stück entlang des Radwegs, dann weiter nach Mannholz, durch Wiesen und Wald zum Wanderparkplatz (P 4) an der K 1890, durch den Weiler Voggenberg zur Voggenbergmühle .
Voggenbergmühle
Die einstige Mahlmühle wurde mit dem Wasser der "Rot" betrieben, ein Wasserrad ist nicht mehr vorhanden. Spätestens im Jahr 1524 gehörten die Mühle und der Weiler Voggenberg dem Kloster Adelberg. Heute wird dort mit Strom gemahlen.

Entlang dem Bächlein "Rot" füht der Weg vorbei an der Grillstelle \\\"Klarahütte\" zum Parkplatz Hagerwaldsee (P 5). Hier empfiehlt sich ein Abstecher zum idyllisch gelegenen Hagerwaldsee. Weiter führt der Weg vorbei am Hüttenbühlsee, durch den Wald entlang der "Schwarzen Rot" zur Hummelgautsche. Dort befinden sich Schutzhütte und Grillstelle.
Hummelgautsche oder Vaihinghofer Sägmühle
Beim Verkauf an das Kloster Lorch wird die im 14. Jahrhundert im Volksmund genannte "Hummelgautsche" erwähnt. Sie ist eine Sägemühle und besitzt noch ihr Wasserrad. Der Name ist auf das angrenende Gewand "Hummelwiesen" zurückzuführen, wobei die Hummelwiese der Weideplatz für die gemeindeeigenen Bullen - auf schwäbisch "Hommel" - war und auf das langsam auf- und abgautschende Sägegatter. Die Hummelgautsche ist die letzte von fünf Gemeinschaftsmühlen, an der ehemals freie Bauern gemeinsam Eigentümer waren. 1973 wurde die Sägeanlage von der Gemeinde Alfdorf aufgekauft und umfassend renoviert.

Weiter geht es zur Heinlesmühle.
Heinlesmühle
Bereits im 12. Jahrhundert wurde in der Heinlesmühle gemahlen. Der im posante Fachwerkbau besitzt eine funktionierende Sägeanlage und zwei Wasserräder, außerdem ist das frühere Wirtschaftsgebäude erhalten. 2001 wurde das zweite Wasserrad erneuert. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Heinlesmühle außerdem renommierte Schildwirtschaft und zeitweise Schultheißerei für Vordersteinenberg.

Am Parkplatz (P 1) überquert man die L 1080, geht bis zum Wald, dann entlang der "Schwarzen Rot" auf einem Holzbohlenweg an der Hundsberger Sägemühle vorbei durch Wiese und Wald zur <I>Menzlesmühle.
Menzlesmühle
Wasserrad und Wasserzulauf sind funktionsfähig. Entsprechend dem nahegelegenen Ort Cronhütte hieß die Mühle in den Jahren 1365 bis 1682 "Cronmühle". 1721 brannte sie ab und wurde anschließend wieder aufgebaut. Um 1860 besaß sie vier Mühlräder und wurde als kombinierte Mahl- und Sägemühle betrieben.

Hier führt der Mühlenwanderweg in einem scharfen Linksknick hinauf zum Weiler Ebersberg, wo unterwegs die Naturdenkmale "Brunnenklinge" und "Hägelesklinge" bestaunt werden können. Durch den Wald geht es wieder hinunter zur Ebersberger Mühle an der "Blinden Rot".
Ebersberger Mühle
Sie wird heute als Getreidemühle durch eine Wasserturbine betrieben. Die ursprüngliche Sägemühle wurde 1604 errichtet. Sie gehörte zum Kloster Adelberg. Das früher oberschlächtige Mühlrad wurde durch das Wasser der "Blinden Rot" angetrieben.

Entlang der Straße gehts bis zum Rotbachhöfle, dann durch Wald und Wiesen nach Gmeinweiler, wo sich der Erlebnispark "Schwabenpark" befindet. Weiter geht es nach Aichstrut zur Aichstruter Sägmühle, wo vor allem Kinder an den durch Wasserkraft bewegten aufgestellten Figuren ihre Freude haben. Der Weg führt an der Lein entlang weiter zum Parktplatz "Ehemalige Obermühle! (P 2) an der Ortsumgehung Welzheim, wo er den Limeswanderweg kreuzt. Hier befindet sich in der Nähe ein römisches Kleinkastell.
Ehemalige Obermühle
Die Obermühle wurde 1658 in einer Urkunde über das Wassernutzungsrecht erstmals erwähnt. Die hintereinander liegenden Wasserräder der ehemaligen Mahl- und Sägemühle wurden mit Wasser der Lein angetrieben. 1980 brannte sie vollständig aus und wurde daraufhin abgebrochen. Aufgebaut wurde wieder das Wohnhaus unter Verwendung historischer Bauteile wie Tür- und Fensterstöcke.

Entlang der neuen Ortsumgehung von Welzheim durch den Wald und über die Wieslauf erreichenw ir unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz Laufenmühle, wo zum Abschluss noch gemütlich gegrillt werden kann.


Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

* S2 Stuttgart - Schorndorf, weiter mit RBS-Buslinie 263 Schorndorf - Welzheim - Murrhardt

* R3 Stuttgart - Backnang - Murrhardt - Crailsheim, weiter in Murrhardt mit RBS-Buslinie 263 Murrhardt - Aichstrut - Welzheim - Schorndorf

* S2 Stuttgart - Schorndorf, weiter mit RBS-Buslinie 228 Schorndorf - Rudersberg - Laufenmühle - Welzheim

* Von Mai bis Oktober fährt der Waldbus einen Rundkurs durch den Schwäbischen Wald. Start- und Endhaltestelle ist Schorndorf (S-Bahn-Anschluss). Informationen unter Tel. 07151-501-376 und www. rems-murr-kreis.de

Anfahrt mit dem Pkw

* A 6 - B 19 nach Schwäbisch Hall - Gaildorf - B298 Gschwend - L 1080 zum P 1 und P 5

* A 81 - Weinsberger Kreuz - B 39 bis Löwenstein - Spiegelberg - Sulzbach - Murrhardt - L 1150 nach Welzheim - Umgehungsstraße Welzheimzum P 2 oder P 3

* Stuttgart - B 14 Waiblingen - B 29 nach Lorch - L 1154 Alfdorf zur K 1890 zum P4

Downloads:

GPX: http://karte.wanderwalter.de/np-sfw/1874_Muehlenwanderweg.gpx
OVL: http://karte.wanderwalter.de/np-sfw/1874_Muehlenwanderweg.ovl
KML: http://karte.wanderwalter.de/np-sfw/1874_Muehlenwanderweg.kml