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Eppinger Linien-Weg

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Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V.
Ehmetsklinge 1
74374 Zaberfeld
Tel: 07046/884815
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E-Mail: info@naturpark-stromberg-heuchelberg.de

Beschreibung:

Eppinger Linien-Weg: Kunst. Natur. Geschichte.
Im 17. Jh. überquerten die Truppen des Franzosenkönigs Ludwig XIV. immer wieder den Rhein und setzten Städte und Dörfer in der Kurpfalz und im Kraichgau in Brand. Die Armee Kaiser Leopolds war vor Wien gegen die Türken gebunden. Den schwachen Truppen am Oberrhein fehlte es noch dazu an einer einheitlichen Führung. Erst als Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, wegen seiner Erfolge in den Schlachten gegen die Türken auch „Türkenlouis“ genannt, den Oberbefehl übernahm, wendete sich das militärische Blatt. Der Türkenlouis ließ von Neckargemünd bis Weissenstein eine Verteidigungsanlage mit Wall, Graben, Verhack und Palisaden errichten – die Eppinger Linien. Im Naturpark Stromberg-Heuchelberg kann man dem Verlauf des oft noch gut sichtbaren Wall-Graben-Systems von Eppingen bis Mühlacker folgen. Wo der Anstieg des Strombergs aus dem Kraichgau einst militärstrategischen Zwecken diente, erfreut sich heute der Wanderer an herrlichen Ausblicken. Im Jahr 2014 wurden entlang des Weges an neun Stationen Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn installiert, die symbolhaft die spannende Geschichte der Eppinger Linien vorstellen. Im Vordergrund stehen nicht zuerst die Skulpturen sondern stehen die Auswirkungen der historischen Kriegsgeschehnisse auf die einfache Bevölkerung der Region und der Bezug auf die heutige Situation im vereinten Europa. Das UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn bildet ein kulturelles Highlight an der Strecke. Landschaftlich bieten sich dem Wanderer stille Wälder, idyllische Streuobstwiesen und tolle Ausblicke über den Kraichgau.
Wer das ambitionierte Wandern in den Vordergrund stellt, läuft den Weg in zwei Tagesetappen mit Sternenfels als Zwischenstopp.
Soll der Kultur- und Landschaftsgenuss mehr Zeit erhalten, bieten sich drei Etappen mit den Etappenzielen Kürnbach und Maulbronn an.
Wegbeschreibung:
Die Tour beginnt entweder am Bahnhof Eppingen über Waldstraße und Langenberger Hohlweg oder bei Anreise mit dem PKW am Eppinger Stadion (Waldstraße). Am Stadion in Eppingen der Spur der Eppinger Linie (EL) folgend stößt man schon bald auf die Skulptur Begegnung, die bei Start am Bahnhof im Wald über eine kurze Stichstrecke erreicht wird. Rasch taucht man weiter in den Wald ein. Der Waldtrainingspfad zweigt nach rechts, dann biegt die Route an der nächsten Weggabelung links ab. Kaum hat man die 1. Tafel der EL gelesen, darf man rechts auf einem Naturpfad weiter wandern. Nur wenig später wartet die Himmelsleiter auf Gipfelstürmer. Mit zahlreichen Stufen geht es steil bergan, immer begleitet von der EL. Oben kann man durchatmen und an der Baumannshütte ausruhen. Es folgen 60 m auf einem Forstweg, bevor es auf Naturboden weitergeht. Der HW 8 gesellt sich dazu und bald wandert man pfadig durch dichten Jungwald und majestätischen Hochwald. Nicht verpassen sollte man den ausgeschilderten Abstecher zum „Kraichgaublick“ mit Rastplatz. Im weiteren Verlauf des Weges senkt sich der Pfad ab und man erreicht den Wanderparkplatz Ottilienberg. Die Route setzt sich links auf breitem Forstweg fort. Nach einem Rechtsschwenk quert man die L1110 und kann am Parkplatz einen rekonstruierten Wachturm, eine "Chartaque" bewundern. Etwas weiter südlich erreicht man die Skulptur „Arm und Reich“, unmittelbar am Wanderweg gelegen. Die nächsten Kilometer legt man ohne große Höhenunterschiede stets auf breiten Forstwegen zurück. Man passiert die Kopfrainhütte, dann lohnt an der Kreuzung des Richtwegs mit dem Schlettichweg der 200 m lange Abstecher zu einem weiteren Rastplatz mit Ausblick (5). Innerhalb des südlichen Waldrandes ( Ochsenburg) geht es auf Pfaden weiter nach Westen, meist direkt entlang des Schanzgrabens. Nach Querung der K3509 folgt eine Aphaltstrecke entlang von gepflegten Streuobstwiesen bis zur Gemarkungsgrenze Kürnbach, wo man auf die Skulptur „Bauernopfer“ stößt. Innerhalb Waldes hält man sich auf geschottertem Forstweg rechts und erreicht in einer Kehre die Skulptur „Weitblick“, die ihren Namen angesichts des reizvollen Blicks über Kürnbach und den Kraichgau zu Recht trägt. Rund 50 m von der Skulptur entfernt sind im Waldbestand die Originalgrundrisse einer Chartaque mit dem zugehörigen Graben zu finden. Von der Skulptur „Weitblick“ aus geht es zunächst nach der Kehre bergab zum westlichen Waldrand ( Ortsmitte Kürnbach).
Am Waldrand angekommen, folgt man dem Eppinger Linien-Weg wieder bergauf zum Leonbronner Sportplatz. Von dort aus geht es nach Süden entlang dem Waldrand, vorbei an Skulptur „Mühsal“ bis zur L1103. Nach Querung der L1103 folgt man zunächst wieder Forstwegen bis zum südwestlichen Ortsrand von Sternenfels. Über Schulwiesenstraße und Oberer Burghaldeweg erreicht man schließlich den Schlossberg, von dem aus man mit herrlichem Rundblick vom Schwarzwald bis zum Odenwald belohnt wird. Vom Schlossberg aus folgt man zunächst dem Sandgrubenweg ( Ortsmitte Sternenfels) bis zur Schiedgasse, biegt dort nach links Richtung Süden ab und folgt dem Asphaltweg am Fuß der Weinberge bis zum Waldrand. Der Eichendorffstraße bis zur Maulbronner Straße folgend erreicht man nach deren Querung „Im Siehdichfür“.
"Im Siehdichfür" rechts ab. Man erreicht den Wald und passiert den Waldweiher. Nach kurzem Aufstieg genießt man vom Waldrand den Blick über Streuobstwiesen. Dem Waldrand ein kurzes Stück nach Osten, dann auf grasigem Schotterweg der Eppinger Linie, die hier heckenbewachsen über freies Feld führt, nach Süden folgen bis zur K4516 und weiter bis zum Aussiedlerhof am Diefenbacher Ortsrand ( Ortsmitte Diefenbach). Von dort führt der Weg Richtung Westen an den Waldrand zur Skulptur „Verhack“ und weiter nach Süden. Auf Splitt geht es bis zur Kreuzung an der "Diefenbacher Straße". Man biegt rechts auf einen Pfad und erklimmt den Scheuelberg. Von der Hangkante genießt man tolle Ausblicke nach Südwesten. Nach dem Abstieg folgt eine Passage auf breiten Forstwegen, doch Vegetationswechsel und Pfade sowie die Skulptur „Natura – Frieden“ sorgen für Kurzweil, bevor sich der Wald öffnet und den Blick auf Stadt und Kloster Maulbronn freigibt. Neben Weinreben steigt man ab zur eindrucksvollen ehemaligen Zisterzienser Abtei und taucht ein in die einmalige Atmosphäre des UNESCO-Weltkulturerbes ( Ortsmitte Maulbronn).
Im Klosterhof halb rechts und über die Rampe bergauf aus dem Kloster hinaus. Links ab durch den Park zur Straße und über die Querungshilfe am Kreisverkehr. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite links, zur Treppe und dieser in das pittoreske Schafhof-Areal folgen. Dieses durchquert man auf der gleichnamigen Straße bis zur Stuttgarter Straße, quert die K4513 und folgt dem Wannenbachweg nach Süden, wo man zunächst auf einem Forstweg, dann auf Pfaden in den Wald eintaucht. Nach Querung der B35 ist ein rekonstruierter Abschnitt des Schanzgrabens mit Palisaden zu besichtigen. Wanderer mit Rucksack können ermessen, vor welche unmögliche Aufgabe ein Infanterist mit 25 kg Sturmgepäck gestellt war, der diese gleichermaßen einfache wie effektive Verteidigungsanlage überwinden sollte. Der Weg folgt zunächst noch dem Splittweg, bevor er an der nächsten Kreuzung direkt auf den Wall der EL wechselt. Toller Wald mit uralten Solitärbäumen und die eindrucksvolle EL begeistern. Auch nach Ende des Pfades folgt man nun ständig der EL. Kurz vor der Hangkante lohnt es, einer grünen Sternmarkierung nach links zu folgen. Ein Steg führt auf den Sauberg, wo man noch deutlich die freigelegten Umrisse einer Sternschanze erkennt. Zurück auf dem Hauptweg trifft man bald auf einen rekonstruierten Wachturm nebst Palisaden. Vom Turm aus genießt man einen reizvollen Ausblick über Mühlacker und das Erlenbachtal. Entlang des Waldrandes sind als Teil des Skulpturenprojektes acht großformatige Bilder in barockisierenden Rahmen zwischen Bäume gehängt und geben eine Zusammenschau des Projektes. Nach einem Schwenk nach Südosten – über einen kurzen Stich ist davor die Skulptur „Zerstörung“ (  Ötisheim-Schönenberg) eingebunden - darf man noch einmal die EL direkt unter die Füße nehmen: pfadig geht es auf dem imposanten Wall durch den Wald. Unvermittelt endet dieser Abschnitt am Waldrand. Man läuft nach rechts, biegt bald links auf einen Feldweg. Man erreicht die ersten Häuser, läuft aber noch einmal mit einem Hohlweg durch dichten Wald. Erst an dessen Ende steht man im Stadtgebiet, quert gerade die Brücke, verlässt sie am anderen Ende über eine Treppe und erreicht den nahen Bahnhof von Mühlacker, an dem die Tour endet.


Länge: 41,3 km / Gehzeit: 2 (-3) Tage

Höhenmeter: auf 585, ab 545

Kondition: 3 von 6

Markierung: stilisierter Turm („Chartaque“), Hauptroute schwarz auf weißem Grund, Nebenstrecken und Zuwege braun auf hellbraunem Grund

Anreise PKW: Eppingen: Über die B293; Sternenfels: Über die L1134 oder die L 1103; Mühlacker: Über die B10.

Anreise ÖPNV: Eppingen und Mühlacker sind per Bahn/Stadtbahn erreichbar. Nach Sternenfels fährt die Buslinie 702 ab Mühlacker. Parken: Stadion Eppingen; Wanderparkplatz Herzogenwäldle südlich von Sternenfels, Parkplätze am Bahnhof Mühlacker. Zur Besichtigung einzelner Skulpturen gesonderte Parkmöglichkeiten.

Karten / Literatur / Informationen:
Freizeitkarte 517 „Heilbronn“, Naturpark Stromberg-Heuchelberg, 1:50.000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, ISBN 978-3-89021-610-2, 3. Auflage 2011
Geschichtliche und sonstige Hintergrundinformationen u.a.m. unter www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de

Gastronomie und Unterkunft
Informationen zu Gastronomie und Unterkünften finden Sie in den Gastgeberverzeichnissen unserer Tourismuspartner Kraichgau-Stromberg Tourismus und Heilbronner Land sowie auf den Internetseiten der Gemeinden entlang des Eppinger Linienweges.
http://www.kraichgau-stromberg.com/kst/Unterkuenfte/
http://www.heilbronnerland.de/Gastgeber/list
www.eppingen.de
www.zaberfeld.de
www.sulzfeld.de
www.kuernbach.de
www.sternenfels.org
www.maulbronn.de
www.oetisheim.de
www.muehlacker.de
www.oberderdingen.de

Downloads:

GPX: http://karte.wanderwalter.de/np-sh/382141_Eppinger-Linien-Weg.gpx
OVL: http://karte.wanderwalter.de/np-sh/382141_Eppinger-Linien-Weg.ovl
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