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Olgahain

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Beschreibung:

Olgahain

Ein „Gründungsjahr“ des Olgahains ist nicht bekannt. Aufgrund der Archivquellen ist der Hain zwischen 1867 und 1871 angelegt worden. Wahrscheinlich wurde er der Königin vom Forstamt Bebenhausen oder auf Initiative König Karls zwischen 1871 und 1873 gewidmet.Das Zusammenkommen einer Vielzahl von Naturschönheiten ließ den Platz auf dem Kirnberg dem Geschmack der Zeit entsprechen und schuf ideale Voraussetzungen für den Olgahain. Zunächst vor allem ist es die wildromantische Geländeform - eine der Hauptschönheiten des Olgahains. Die nördliche Begrenzung wird von der Abbruchkante des Rhätsandsteins gebildet, die schon für sich allein eine großartige Kulisse bietet. Der sich darunter anschließende Oberhang des Knollenmergels ist durch das Quellungsverhalten des Materials stark gemuldet und gebuckelt, während er sich im Unterhang auf dem Rücken des Stubensandsteins allmählich verebnet.

Der Oberhang ist teilweise von Hangschutt und Blockmeeren des Rhät überdeckt, darunter Einzelblöcke von mehreren Metern Durchmesser. Da Rhätschutt meist aus Platten und Blöcken besteht – die alle eine plane Seite haben– war genügend Baumaterial für Mauern, Treppen und Bänke vorhanden. Auch der Unterwuchs entspricht dem Geschmack der Zeit. Damals wie heute wird das Bild vor allem von den vielfältigen Grüntönen der Farne und Moose bestimmt, die durch die hohe Luftfeuchte am Gestein bestens gedeihen. Wahrscheinlich war bereits auch Wasser in Form von wassergefüllten Mulden vorhanden, die auf aufgelassene Tongruben zurückgehen. Die südostexponierte Hanglage bietet besonders ab Mittag eine begeisternde Beleuchtung, da das schräg durch das Blätterdach einfallende Licht lebhafte Hell/ Dunkel-Bilder zeichnet. Der Olgahain ist durch günstigen Kaltluftabfluss wesentlich wärmer als die Ortslage Bebenhausen. Der Aufenthalt ist besonders im Frühling und Herbst sehr angenehm. Zu diesen Jahreszeiten hielt sich das Königspaar häufig in Bebenhausen auf.

Der Verfall begann vermutlich bereits ab 1891, nach dem Tod König Karls. Die Anlage verwilderte, wurde unattraktiv und verschwand aus dem Bewusstsein der Bevölkerung - bis 1977. Von 1968 bis 1985 leitete Forstdirektor Dr. Baumann das Bebenhäuser Forstamt. Offen für die Schönheiten des Waldes und seiner historischen Schätze ließ er eine Eremitenkapelle und den Olgahain in wesentlichen Teilen freilegen und das Wegenetz in Ansätzen wieder erstellen. Der „rekonstruierte“ Olgahain wurde 1977 anlässlich der Eröffnung des geologischen Lehrpfades am Fuße des Kirnbergs der Öffentlichkeit übergeben. Eine Hinweistafel befindet sich im Olgahain. Heute wird die Anlage als eine Art „Naturdenkmal“ der Nachwelt erhalten.

Olga Nikolajewna Romanowa (* 11. September 1822 in Sankt Petersburg, Russland; † 30. Oktober 1892 in Friedrichshafen) war eine russische Großfürstin und als Ehefrau Karls 1. Königin von Württemberg. Olga war das dritte von sieben Kindern des russischen Zaren Nikolaus 1.und seiner Ehefrau Charlotte von Preußen. Am 13. Juli 1846 heiratete sie in Sankt Petersburg den Thronfolger und späteren König Karl I. von Württemberg. Ihre Ehe blieb kinderlos. Sie war eine schöne, selbstsichere, intelligente und politisch ehrgeizige Frau. Bis zur Thronbesteigung im Jahr 1864 wohnten Karl und Olga zurückgezogen in der Villa Berg (Suttgart) und Schloss Friedrichshafen. Olga widmete sich vor allem sozialen Aufgaben. Sie bestätigte bestehende und gründete neue soziale Einrichtungen, kümmerte sich um die Versorgung Behinderter und Kriegsverwundeter sowie um die Bildung und Erziehung von Mädchen. 1847 übernahm sie die Schutzherrschaft über die Stuttgarter Heilanstalt für Kinder. Die Anstalt wurde nach ihr Olgahospital („Olgäle“) genannt. 1872 wurde am Städtischen Krankenhaus Heilbronn eine Krankenpflegeschule eingerichtet, aus der die nach ihr benannte evangelische Olgaschwesternschaft hervorging, deren Schirmherrin Königin Olga war. Diese übernahmen die Pflege in Krankenhäusern und Gemeinden und verpflichteten sich, auch im Krieg pflegerischen Dienst zu leisten. Durch ihr soziales Engagement wurde Königin Olga sehr beliebt bei der Bevölkerung. In Stuttgart sind zahlreiche Einrichtungen auch heute noch nach Königin Olga benannt (zum Beispiel das Olgahospital, das Karl-Olga-Krankenhaus und das Königin-Olga-Stift), in vielen württembergischen Orten tragen Straßen ihren Namen.„Königin Olga mit Diadem“ Ausschnitt aus dem Gemälde von Franz Xaver Winterhalter

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